Wie Digitale Ethik, CDR, Nachhaltigkeit und CSR zueinadner stehen

Wie hängen Digitale Ethik, Corporate Digital Responsibility, Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility eigentlich zusammen? Wir stellen kurz vor wie wir die Begriffe verstehen und in welchem Zusammenhang sie unser Meinung nach zueinander stehen. Doch wie seht ihr das? Wie verwendet ihr die Begriffe und sollten eurer Meinung nach CDR und CSR zusammen oder getrennt behandelt werden? Hinterlasst uns gern ein Kommentar unter dem Video oder per Mail an input@whyzer.io

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Und zum nachlesen:

Digitale Ethik und Corporate Digital Responsibility kurz CDR sind aktuell in aller Munde. Doch was verbirgt sich dahinter und in welchem Zusammenhang stehen diese Begriffe zu Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility? Genau darauf gehe ich heute kurz ein, denn wir haben immer wieder mit unterschiedlichen Verwendungsarten dieser Begriffe zu tun und ich werde kurz vorstellen, wie wir sie bei whyzer verstehen und zueinander einordnen.

Zunächst kommt es oft darauf an, wer von Digitaler Ethik spricht. Im wissenschaftlichen Kontext fällt die Digitale Ethik in den Bereich der Praktischen Philosophie und darin in die angewandte Ethik. Sie behandelt, so wie zum Beispiel die Medizin-Ethik oder auch Wirtschaftsethik, systematisch ganz konkret vorliegende moralische Fragen eines ausgewählten Themengebiets – hier im Bereich des Digitalen.

Der wissenschaftliche Diskurs wäre Thema für ein eigenes Video. An dieser Stelle werde ich ihn ausblenden und mich darauf fokussieren, wie die Begriffe in der Zivilgesellschaft oder im Unternehmenskontext verwendet werden.

Denn Digitale Ethik ist dort oft eine Art Sammelbecken für moralischen Fragen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung. So werden völlig neue Aspekte betrachtet (zum Beispiel der legitime Einsatz von Pflegerobotern) aber auch bereits vorhandene Fragen unter zunehmend digitalisierten Rahmenbedingungen neu diskutiert (z.B. die Bedeutung eines regionalen Buchladens in Zeiten von E-Commerce oder auch der Einfluss der Automatisierung auf die Arbeitswelt). Die Antworten darauf was nun gute Handlungen sind, greifen meist auf Werte (wie Freiheit) oder allgemeine Prinzipien (wie Schaden vermeiden) zurück und weisen somit nicht nur darauf hin was z.B. technisch möglich, sondern auch moralisch wünschenswert ist.

Wenn es nun darum geht, diese Herausforderungen strukturiert im Unternehmenskontext zu bearbeiten sprechen wir von CDR, also Corporate Digital Responsibility. CDR ist für uns die Operationalisierung digitaler Ethik im Unternehmen. Eine sehr gelungene Definition von CDR ist bei den so genannten Building Bloxx entstanden – einer Initiative des BVDW, bei der wir auch als whyzer mitgewirkt haben. 

So heißt es dort:

In einer zunehmend digitalisierten Welt adressiert Corporate Digital Responsibility (CDR) die Verantwortung von digitalem Handeln für eine positive Entwicklung von Unternehmen, Gesellschaft und Umwelt. Sie geht über regulatorische Anforderungen hinaus und wird als proaktive Selbstverpflichtung verstanden. Als fester Bestandteil wird CDR in alle Unternehmensprozesse, Produkte und Dienstleistungen integriert und wird transparent nach innen und außen gelebt. Für Unternehmen ist CDR ein wesentlicher Beitrag, um nachhaltig, zukunftsfähig und erfolgreich zu sein.
Mehr unter cdr-building-bloxx.de

Im Aspekt der Selbstverpflichtung ist hier die Nähe zur Ethik erkennbar, auch als Abgrenzung zum Recht. Aber, damit es nicht als reines Lippenbekenntnis und Marketing „abgedroschen“ wird, hat CDR den Anspruch einer entsprechenden Governance, um die unternehmensweite und vor allem transparente Verankerung sicher zu stellen. Ethische Entscheidungsprozesse, Bewertungen und Folgen dessen müssen sichtbar sein, damit auch extern nachvollziehbar ist wie Unternehmen Verantwortung bei Entwicklung, Verbreitung und Verwendung digitaler Technologien übernehmen.

Wenn wir uns nun den Begriff Nachhaltigkeit ansehen, so ordnet sich CDR diesem ebenso unter wie auch CSR. Nachhaltigkeit selbst ist abstrakt betrachtet ein ethisch begründetes positives Zielbild unser Gesellschaft und mit CSR möchten Unternehmen genau auf dieses Zielbild einzahlen, indem sie z.B. ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichwertig gewichten, darüber transparent berichten usw. Innerhalb von CDR gilt dies auch entsprechend für ein verantwortungsvolles digitales Handeln.

Denn unser Meinung nach müssen wir auch bei der Digitalisierung sicherstellen, dass die Handlungsoptionen zukünftiger Generationen erhalten bleiben oder gar gesteigert werden. Und dies nicht nur ökologisch mit Blick auf planetare Grenzen, sondern z.B. auch im Hinblick auf informationelle Selbstbestimmung, freie Meinungsäußerung oder das Leben in einer demokratischen Gesellschaft.

Was CDR mit CSR eint ist der Fokus auf die Verantwortung für die Wertschöpfungs- und Lieferkette und einen kritischen Umgang mit den Folgen des eigenen Geschäftsmodells. CDR- und CSR-Manager*innen nehmen eine Schnittstellenfunktion ein und kooperieren insbesondere mit Personen oder Abteilungen, die mit ihren Themen in Berührung stehen.

Im Fall von CSR zum Beispiel beim sehr präsenten Thema Dekarbonisierung, mit der Produktentwicklung und den Produzierenden entlang der Lieferkette und im Fall von CDR mit Akteur*innen, die den digitalen Raum gestalten.

Einige Unternehmen gehen deswegen ihrer digitalen Verantwortung innerhalb der CSR nach:
Wobei auch vieles dafür spricht dies als ein eigenständiges Feld mit eigenen Akteur*innen, Adressat*innen, thematischen Schwerpunkten und Herausforderungen zu behandeln:

Doch wie seht ihr das? Wie verwendet ihr die Begriffe und sollten CDR und CSR jeweils eigenständig oder vereint bearbeitet werden?

Ich freue mich auf euere Kommentare!

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